Ausstellung "Stadt, Land, Garten"

04.10.2016 Haus & Garten

Eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte der Nutzgärten

Nutzgärten sind heute vor allem ein Hobby. Viele Menschen finden im eigenen Garten eine Gegenwelt zum hektischen Alltag und Konsum aus dem Supermarkt. Früher hingegen dienten die Nutzgärten der Existenzsicherung. Viele Familien kamen vor der Industrialisierung ohne das selbst angebaute Obst und Gemüse kaum durch den Winter. „Stadt, Land, Garten“ zeigt anschaulich, wie sich Bedeutung und Gestalt der Nutzgärten im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklungen gewandelt haben. Die Ausstellung ist bis zum 18. Dezember 2016 im LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller in Euskirchen, einer Kleinstadt im Südwesten Nordrhein-Westfalens, zu sehen.

Vom alten Klostergarten bis zum modernen Urban Gardening

Alte Arbeitsgeräte, Arbeitskleidung, lebensgroße historische Fotos und Ratgeberliteratur ermöglichen einen Einblick in die Gartenwelt vergangener Zeiten. In einem großen Nutzgarten bauen ehrenamtliche Gärtner alte und moderne Nutzpflanzen wie vor hundert Jahren an. Die Besucherinnen und Besucher können dort das Wachsen und Reifen von Bohnen, Himbeeren, Birnen, Kartoffeln und Co. im Laufe eines Gartenjahres direkt verfolgen. Aber auch aktuelle Gartentrends wie das „Indoor Gardening“, eine Zukunftsvision für Gemüsebau in der Stadt, sind ein Schwerpunkt der Ausstellung.

Hacken, Schaufeln und Gießkanne stehen für die Besucher bereit

Gärtnern heißt aktiv sein. Daher fordert die Ausstellung ihre Besucher zum Mitmachen auf: Es gilt, sich Inhalte durch puzzeln, kurbeln oder knobeln zu erschließen. Kinder können Sammelkarten suchen, die ihnen Anregungen für erste Pflanzversuche bieten. Und ein Mitmachgarten lädt kleine und große Besucher zum Anbauen, Gießen, Jäten und Ernten ein. Das Rahmenprogramm zur Ausstellung bietet neben Führungen auch Workshops und Programme für Kinder und Erwachsene.

Alle Informationen zur Ausstellung "Stadt, Land, Garten" finden Sie auf der Webseite des Industriemuseums.