"Nachhaltigkeit erreicht man nicht mit neuen Steuern und Verboten"

Frankfurt/Main 05.10.2015

Industrieverband Agrar kritisiert Habecks Pläne zur Einführung einer Pflanzenschutzsteuer / Weitere Belastung für landwirtschaftliche Betriebe

Zur heutigen Präsentation der Überlegungen zu einer deutschen Sondersteuer auf Pflanzenschutzmittel durch den schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Robert Habeck erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler:

„Es bleibt zu hoffen, dass Minister Habecks Einladung zu einer differenzierten Debatte mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist. Denn sein Vorhaben einer deutschen Sondersteuer auf Pflanzenschutzmittel wird die Kosten für alle landwirtschaftlichen Betriebe erhöhen, egal ob sie konventionell oder ökologisch produzieren. Zudem führt die Steuer zu mehr Bürokratie und wird die Produktivität unserer Landwirtschaft verschlechtern: Ein Blick nach Dänemark zeigt, wie Dirigismus und nicht zu Ende gedachte Steuer-Experimente die Eigenversorgung mit hochwertigen Agrarrohstoffen beschädigt haben. Wer Pflanzenschutz nachhaltig gestalten will, der braucht Innovationen, verbesserte Produkte, neue Technologien und sachkundige Anwender. Wir hoffen, dass Herr Habeck in der Debatte auch darüber nachdenkt, statt nur in die Mottenkiste grüner Agrarpolitik zu greifen und neue Verbote oder Steuern hervorzuzaubern.“

Eine ausführliche Stellungnahme des IVA finden Sie hier