Schweizer Studie: Keine Risiken für Umwelt und Gesundheit

31.08.2012

Aktueller Beitrag bei NovoArgumente stellt Ergebnisse eines Forschungsprogramms zur grünen Gentechnik vor

Ein über mehrere Jahre laufendes unabhängiges Forschungsprogramm zur grünen Gentechnik in der Schweiz kam zum Ergebnis, dass von dieser keine Risiken für Umwelt und Gesundheit ausgehen. Der Autor des Wissenschaftsblogs Science Skeptical, Rudolf Kipp, stellt die Ergebnisse in einem Artikel im Onlinemagazin NovoArgumente vor und plädiert für eine sachliche Debatte über diese Zukunftstechnologie auch hierzulande. 

Das Nationale Forschungsprogramm „Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen“ nahm im Dezember 2005 in der Schweiz seine Arbeit auf und untersuchte in 30 Freilandversuchen die Auswirkung von verschiedenen transgenen Pflanzen auf Tiere, Pflanzen und die Bodenfruchtbarkeit. Insbesondre wurden die Auswirkungen von genmodifizierten Pflanzen auf die Umwelt, also auf symbiotisch lebende Wurzelpilze, Wildgräser, Insekten, Bodenmikroorganismen und Nachbarpflanzen, in zahlreichen Versuchen von den Schweizer Forschern untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt der Versuche im Labor, in Gewächshäusern und im Freiland war der Einfluss der untersuchten Pflanzen auf die Bodenfruchtbarkeit. Der Leiter des Programms, Professor Dirk Dobbelaere, kam in einem Interview der Schweizer Tagesschau zu dem abschließenden Ergebnis: „Alle Pflanzen, die zurzeit auf dem Markt zur Verfügung stehen, da können wir sagen, dass man die ohne Gefährdung der Umwelt oder Gesundheit einsetzen kann.“ 

Für Rudolf Kipp wäre ein wissenschaftliches Vorgehen im Zusammenhang mit grüner Gentechnik auch für Deutschland wünschenswert. Anstatt an Ängsten solle sich die deutsche Politik lieber an Fakten orientieren. Dabei betrachtet Kipp bei NovoArgumente die Lage hierzulande durchaus realistisch: „Aber solange wir in Deutschland eine Politik betreiben, die sich mehr an den Ängsten einer - durch die zahlreichen, jede potenzielle Gefahr bis zum Maximum aufblähenden Medien - aufgeschreckten Bevölkerung orientiert, als an wissenschaftlichen Erkenntnissen, wird der Wunsch nach einer Fakten und Evidenz basierten Entscheidungsfindung wohl ein ebensolcher bleiben.“ 

Den vollständigen Beitrag von Rudolf Kipp finden Sie  >> hier 

Quelle: NovoArgumente