Ronald Bailey: Wie Lobbyismus über Wissenschaft siegt

13.11.2017

Aktueller Beitrag bei Novo weist auf Interessenkonflikte einer Schlüsselfigur bei der Beurteilung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ hin

Ein 2015 von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) herausgegebener Bericht stuft den Herbizid-Wirkstoff Glyphosat als für Menschen "wahrscheinlich krebserregend" ein. Das Ergebnis der Untersuchung steht damit im Widerspruch zu vergleichbaren Forschungen zuständiger Regulierungsbehörden, die Glyphosat jahrzehntelang als unbedenklich einstuften. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wurden in dem IARC-Bericht zahlreiche Studien, die keinen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs fanden, systematisch herausgestrichen.

Ronald Bailey weist in dem Zusammenhang auf die problematische Rolle des Toxikologen Christopher Portier hin. Er hatte als leitender Wissenschaftler beim Environmental Defense Fund (EDF), der sich für das Verbot von Glyphosat einsetzt, 2014 die erneute Untersuchung des Herbizids durch die IARC hauptverantwortlich eingeleitet und fungierte später als Experte in der Untersuchungsgruppe der IARC. Desweiteren sei Portier für eine Kanzlei tätig, die an Klagen gegen die Firma Monsanto, die Glyphosat als Marktführer unter dem Produktnamen Roundup vertreibt, verdient. Um derartige Prozesse gegen Großkonzerne zu gewinnen, seien wissenschaftlich fundierte Anklagen unabdingbar. Die Objektivität von Portiers Erkenntnissen sei damit anzuzweifeln. Um die Manipulation von Beweislagen zukünftig zu unterbinden, müssen die Evaluierungsmethoden der IARC überarbeitet werden. Dazu sei es notwendig, die amtierende Führungsriege der Agentur auszutauschen.

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Quelle: Novo