Pestizide: Wenn Pflanzenschutzmittel nicht krank machen

04.11.2013

In einem aktuellen Beitrag kritisiert NovoArgumente die Kampagne gegen den Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff Glyphosat

Seit Jahrzehnten wird der Wirkstoff Glyphosat überall auf der Welt als Pflanzenschutz-Herbizid eingesetzt. Jetzt steht die routinemäßige Neubewertung zur Verlängerung der europäischen Zulassung an. Dagegen machen viele grüne Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) und Gentechnik-Kritiker mobil. So veröffentlichte etwa vor kurzem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) ein geschmackloses Propagandavideo gegen den Wirkstoff. Das ZDF strahlte Anfang des Jahres die tendenziöse Dokumentation „Das stille Gift. Wenn Pestizide krank machen“ aus, in dem Glyphosat ohne jegliche wissenschaftliche Beweise in Zusammenhang mit Behinderungen bei Kindern gestellt wird. Dieses Vorgehen ist in vielerlei Hinsicht typisch für die Art und Weise, in der heute Stimmung gegen die moderne Landwirtschaft gemacht wird.

Thilo Spahl, Ressortleiter Wissenschaft beim Onlinemagazin NovoArgumente, widerspricht dem in einem Beitrag. Wenn man Glyphosat vorsorglich verbieten wolle, weil man angeblich nicht genug über seine Gefährlichkeit wisse, dann könne daraus nur folgen, dass man auch alle anderen Stoffe verbieten müsste, über die viel weniger bekannt ist. Das ist absurd: „Glyphosat ist einer der am besten untersuchten Stoffe der Welt“. Bei der Kampagne gegen Glyphosat werde statt auf wissenschaftliche Fakten vor allem auf Desinformation und die Angst vor „Gift“ auf unseren Äckern gesetzt. Der Pflanzenschutz-Wirkstoff wird vor allem deshalb bekämpft, weil er ein Symbol für die moderne Landwirtschaft ist: „Jeder, der sich zurücksehnt in eine Zeit, in der die Hacke den Goldstandard der Unkrautbekämpfung darstellte und die Lebensmittelerzeugung arbeitsintensiv, beschwerlich, ineffizient und teuer war, der muss Glyphosat einfach hassen.“

Den vollständigen Beitrag von Thilo Spahl finden Sie >> hier

Quelle: NovoArgumente