PAMIRA nach Bundesrats-Beschluss zum Entwurf eines Verpackungsgesetzes weiterhin gefährdet

03.03.2017

Der Agrarhandel und die deutsche Pflanzenschutz-Industrie fürchten weiter um den Fortbestand des Entsorgungssystems PAMIRA. Am Freitag, 10. März 2017, hat nun der Deutsche Bundestag über Änderungsanträge des Bundesrats zum Entwurf eines Verpackungsgesetzes zu entscheiden, die die Fortführung des agrargewerblichen Packmittel-Rücknahmesystems für restentleerte und gespülte Pflanzenschutz- und Flüssigdünger-Verpackungen aus wirtschaftlichen Gründen massiv in Frage stellen.

So soll die monatliche Sammlung in unmittelbarer Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb verbindlich vorgeschrieben werden. Dies hätte zur Folge, dass jede Verkaufsstelle mindestens ein Mal im Monat leere Kanister entgegennehmen müsste. Bei Landwirten, die beliefert werden, müsste monatlich eine Abholung angeboten werden. Die in der Landwirtschaft üblichen Anwendungszyklen der betroffenen Produkte und damit der saisonale Anfall der Packmittel werden mit diesen Änderungsanträgen völlig ignoriert.

Die Verbände, die PAMIRA betreiben (BVA, DRV, IVA), haben deshalb beim Bundestag eine gemeinsame >> Stellungnahme zur Rettung von PAMIRA eingereicht. Die Verbände begrüßen, dass die Bundesregierung in ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrats vom 10. Februar 2017 dessen Änderungsanträge ebenfalls zurückgewiesen hat.

PAMIRA hat 2016 insgesamt 2987 Tonnen Verpackungen angenommen und umweltverträglich verwertet. Das ist in der 20-jährigen Geschichte von PAMIRA das zweitbeste Ergebnis. Regelmäßig erreicht PAMIRA eine Rücklaufquote um 70 Prozent - und das ohne eine gesetzliche Rückgabeverpflichtung.