NGO-Studie: Viele Schlagzeilen – wenig neue Fakten

12.08.2011

Bundesinstitut für Risikobewertung sieht keinen Anlass, die Bewertung des Wirkstoffs Glyphosat in Frage zu stellen

Berlin - Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kommt zu dem Schluss, dass ein kürzlich von verschiedenen Umweltgruppen lancierter Bericht über den Pflanzenschutz-Wirkstoff Glyphosat („Roundup and birth defects. Is the public being kept in the dark?“) „nur wenige neue Fakten enthält“. In einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme der Behörde, die im Auftrag der Europäischen Kommission verfasst wurde, stellt das BfR fest, dass alle relevanten Aspekte dieser Studie „in der gesundheitlichen Bewertung des Wirkstoffs Glyphosat durch verschiedene internationale Gremien bereits Berücksichtigung fanden“.

Glyphosat ist ein Wirkstoff, der in Herbiziden („Unkrautmitteln“) verschiedener Hersteller eingesetzt wird. Zu diesen Herstellern zählen auch Mitglieder des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA). Der Verband begrüßt die wissenschaftliche Stellungnahme des BfR und erhofft sich, dass die teils hitzig geführte Diskussion um glyphosat­haltige Pflanzenschutzmittel damit wieder versachlicht wird.

Die Stellungnahme des BfR ist auf den Internetseiten des Instituts abrufbar.