Landwirte halten Geräte gut in Schuss

05.05.2011

Statistik des Julius Kühn-Instituts zeigt immer weniger Mängel

Braunschweig – Die deutschen Landwirte halten ihre Spritzgeräte gut in Schuss. Im Jahr 2010 haben 76.652 Geräte für Flächenkulturen (Getreide, Kartoffeln, Rüben, Mais und Raps) und 23.063 Sprühgeräte für Raumkulturen (wie Obst, Wein oder Hopfen) die amtliche Kontrolle, die umgangssprachlich gerne „Spritzen-TÜV“ genannt wird, durchlaufen und bestanden. Diese Zahlen legte jetzt das Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig vor.

Pflanzenschutzmittel durchlaufen ein strenges Zulassungsverfahren, indem geprüft wird, dass von ihren bei sachgerechter Anwendung keine unvertretbaren Risiken für Mensch und Umwelt ausgehen. In Deutschland müssen Feldspritzgeräte seit 1993 und Sprühgeräte seit 2002 im zweijährigen Turnus zur Kontrolle vorgestellt werden. Rechnet man die Zahlen der vergangenen zwei Jahre zusammen, so erfüllt jedes Feldspritzgerät, das derzeit auf deutschen Äckern fährt, die technischen Anforderungen.

Mängel an Pflanzenschutzgeräten, wie eine unausgewogene Verteilung oder defekte Düsen, führen dazu, dass die Mittel nicht dorthin gelangen, wo sie ihren vollen Nutzen entfalten und somit die Umwelt und den Geldbeutel des Landwirts unnötig belasten. Eine regelmäßige Gerätekontrolle ist also ein entscheidender Beitrag zum maßvollen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Die Statistik des JKI verzeichnet in den zurückliegenden dreißig Jahren (Datenerfassung seit 1979) einen kontinuierlichen Rückgang der Mängel etwa beim Tropfstopp oder der Querverteilung. Seit die Kontrolle bei Geräten für Flächenkulturen Anfang der 1990er Jahre Pflicht ist, sind die erfassten Mängel der Querverteilung gleichbleibend auf niedrigem Niveau. Die Einführung der Pflichtkontrolle hat zum Umdenken bei den Landwirten geführt. Sie sind sensibler für die Mängel an ihren (teuren) Geräten, tauschen defekte Düsensätze frühzeitig aus und lassen Reparaturen rechtzeitig vornehmen, sodass bei der Kontrolle immer weniger zu beanstanden ist.

Quelle: Julius Kühn-Institut