Biolandbau: Das ZDF und die Landwirtschaft von morgen

24.06.2013

In einem aktuellen Beitrag bei NovoArgumente legt Agraringenieur Georg Keckl dar, wieso sich moderne landwirtschaftliche Methoden, wie das „Precision Farming“, nicht mit Bio-Landwirtschaft vereinbaren lassen

Im Onlinemagazin NovoArgumente geht Keckl auf die Reportage „Ackern für die Zukunft“ (ZDF, 2.6.13) ein, die er eben deswegen für „erstaunlich lehrreich“ hält, weil sie „Gelegenheit bietet, verbreitete Denkfehler aufzudecken“. Entgegen den romantischen Vorstellungen vieler Konsumenten steht Bio nicht für hohe Nachfrage, nachhaltige Produktion und nachwachsende Rohstoffe für jedermann. So lasse sich Bio nicht mit modernen Methoden, wie dem „Precision Farming“ vereinbaren. Hier achtet der Bauer mithilfe neuster Technologie darauf, dass alle Produktionsmittel mit höchstmöglicher Effizienz genutzt werden. Gerade bei reinen Agrarbauern ohne Viehbetrieb sind dabei Kunstdünger von zentraler Bedeutung. Aber Biobauern verzichten aus ideologischen Gründen darauf. 

Keckl kritisiert die sinnlose Unterscheidung zwischen Kunst- und Naturdünger. Kunstdünger sei „von Ideologen zum Schlagwort gepusht worden, dessen Nennung bei vielen das Nachdenken durch Vorurteile“ ersetze. Ganz abgesehen davon, dass sich die Nachfrage nach Fleisch- und Agrarprodukten durch den ausschließlichen Bioanbau gar nicht decken ließe, ist die Produktion von Bio-Lebensmitteln für den Bauern nicht ausreichend Gewinn bringend und „gleichzeitig teuer für die Verbraucher“. Keckl fragt abschließend, wieso bei der aktuellen Diskussion über das Wegwerfen von Lebensmitteln niemand auf die Idee kommt, dass der Verzicht auf Erträge bei der Bio-Landwirtschaft auch eine Form des Wegwerfens sein kann.

Den vollständigen Beitrag von Georg Keckl finden Sie  >>hier

Quelle: NovoArgumente