Messe-Nachlese: Die Blumenhalle auf der Grünen Woche 2018

1000 gute Gründe für Blumen

Mit der bisher höchsten internationalen Beteiligung bei ihrer 83. Auflage – 1660 Aussteller aus 66 Ländern nahmen 2018 teil – ist die Internationale Grüne Woche in Berlin Ende Januar zu Ende gegangen. Die traditionsreichste und besucherstärkste Messe Berlins präsentierte eine globale Marktübersicht der Ernährungswirtschaft, Leistungs- und Sonderschauen aus Landwirtschaft und Gartenbau sowie das größte Angebot an regionalen Spezialitäten auf Messen. Das diesjährige Partnerland Bulgarien lud die Besucher unter dem Motto „Aroma der Sonne“ zu einer kulinarischen Entdeckungstour ein. Bulgarien ist nicht nur für seinen Wein und seine Obst- und Gemüseprodukte, in denen das Aroma der Sonne eingefangen ist, bekannt, sondern vor allem für sein weltweit berühmtes Rosenöl – ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Kosmetika. Der Besuch der Blumenhalle 2.2 wurde so auch zu einem Dufterlebnis. Auf thematisch angebotenen Rundgängen konnten die Messebesucher zum Beispiel eine kulinarische Weltreise an einem Tag, eine Deutschlandtour, eine Familientour, eine Landtour oder eine Food-Trendtour und nicht zuletzt eine Blumentour unternehmen.

Die Blumenhalle war einmal mehr ein Besuchermagnet der Grünen Woche. Mit der Aktion „Blumen – 1000 gute Gründe“ waren viele Frühlingsblüher und bunte Topfpflanzen, kreative floristische Arrangements, Mitmach-Stationen für Jung und Alt, Workshops und innovative Ansätze für ein grünes Stadtbild geboten. Die Besucher erwartete das Modernste, das Ästhetischste und Spannendste, was die grüne Branche zurzeit zu bieten hat. Blumen und Pflanzen, die als Quelle der Vielfalt auf den Themenflächen Liebe, Leben, Schönheit, Genuss, Ökonomie und Kreativität bewundert werden konnten, verkörperten einen vollkommen neuen Ansatz zur Gestaltung der Blumenhalle.

Auf der Themenfläche Liebe wurde ein großes Herz aus Orchideen und ein Konzept zum Valentinstag präsentiert. Auf der Themenfläche Kreativität waren Mit- und Selbermachen gefragt, zum Beispiel beim Binden von Haarblumenkränzen oder den Formen von Mooskugeln als Gefäße für Blumen und Pflanzen, ein Trend (Kokedama), der von Japan zu uns „geschwappt“ ist. Ein besonderer Blickfang waren auch hier wunderschöne Arrangements: auf unterschiedlich großen Reifen waren Orchideen, Bromelien und Proteen „gespannt“. Unter dem Thema Genuss zeigten die Gartenarbeitsschulen Hoch- und Gemüsebeete mit dem Ziel, Schulklassen spielerisch an das Thema „Gesunde Ernährung – Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten“ heranzuführen.

Ähnlich attraktiv und anschaulich fanden sich auch für die Themen Schönheit, Ökonomie und Leben interessante Darstellungen mit Blumen und Pflanzen. In der Hallenmitte, der „Quelle der Vielfalt“, wurde  den Besuchern unter dem Namen „Grüne Stadt“ ein Ruhebereich angeboten, in dem gezeigt wurde, wie sich Blumen und Pflanzen in ein modernes Stadtbild einfügen lassen. Schließlich konnten die Besucher auf einer Vielzahl von Fensterrahmen, die übereinander hängend die ganze Halle durchzogen, Anregungen für die Balkonbepflanzung finden. Als Partner der Blumenhalle präsentierten sich unter anderem der Zentralverband Gartenbau (ZVG) oder der Landesverband der Gartenfreunde.