Kinderfreundliche Pflanzen

12.04.2016 Haus & Garten

Neue aid-Broschüre stellt besonders geeignete Pflanzen für Spielplätze und Kindergärten vor

„Welche Pflanzen sind für Kinder gut geeignet?“, fragen sich Landschaftsgärtner, Kindergarten- und Schulleiter sowie Eltern, wenn sie Spielplätze und andere von Kindern genutzte Flächen bepflanzen. Eine gute Planungshilfe ist die neue aid-Broschüre „Kinderfreundliche Pflanzen“. Sie stellt 216 kinderfreundliche Pflanzen in Wort und Bild vor. Die ausgewählten Bäume, Sträucher, Kletterpflanzen, Stauden und Sommerblumen sind ungiftig oder kaum giftig und besitzen besonders kinderfreundliche Eigenschaften.

Pflanzen zum Basteln, Klettern, Verstecken, Beobachten und Co.

Praktisch und übersichtlich ist, dass die Pflanzen im Anhang der Broschüre nach ihrer möglichen Verwendung eingeteilt sind. Mit Ahorn, Fuchsschwanz, Pimpernuss und vielen anderen Pflanzen kann man schön Basteln. Zum Klettern eignen sich viele Bäume wie z.B. Linde oder Hainbuche. Und als gute Verstecke dienen unter anderem das Chinaschilf und die Zimthimbeere. Eine Vielzahl der Pflanzen erfreuen Kinder im Herbst, da sie dann eine schöne Färbung oder Blattzeichnung zeigen. Aber auch die Rinde – wie z. B. von der Birke – kann für Kinder interessant anzuschauen sein. Eine der Listen zählt robuste Pflanzen auf, die tobende Kinder und fliegende Bälle vertragen. Einige der Pflanzen eignen sich für Experimente, Beobachtungen und als Vorbilder für Technische Entwicklungen. Andere sind prädestiniert dafür, um Tiere zu beobachten. Es gibt auch Pflanzen, die als Wetterpropheten gelten, da sie sensibel auf die Witterung reagieren. Eine der Listen nennt Pflanzen aus denen sich hübsche Blumensträuße und Kränze binden lassen. Des Weiteren finden sich Aufzählungen zu Pflanzen mit essbaren Teilen, für Kräuterbeete, Heilpflanzen, zum Färben und Duftpflanzen.    

Einen Steckbrief für jede Pflanze

Die Broschüre widmet jeder kinderfreundlichen Pflanze eine eigene Seite. Je fünf Bilder zeigen anschaulich ihre besonderen Merkmale. In den Steckbriefen erfährt man stichwortartig Wissenswertes zu Heimat und Vorkommen der Pflanzen, zu Arten und Sorten, zu Ansprüchen an Boden und Standort sowie zur gestalterischen Verwendung. Außerdem findet sich eine detaillierte botanische Beschreibung. Besonders hervorzuheben ist der auf jeder Seite grün hinterlegte Kasten „Erlebniswert/Besonderheiten“, in dem beschrieben ist, was genau die Pflanze kinderfreundlich macht. Der Punkt „Hinweise auf Verwendungseinschränkungen“ gibt Auskunft, falls die Pflanze geringe Mengen bedenklicher Stoffe enthält oder allergische Reaktionen auf die Pflanze beobachtet wurden.

Gewissenhafte Auswahl der 216 Pflanzen

Die Broschüre zeigt nur Pflanzen, von denen keine Gefährdung ausgeht. Die Auswahl beruht auf der Auswertung von über 1000 Pflanzenlisten und Umfragen, die von Giftinformationszentralen, Krankenhäusern und Kinderschutzorganisationen aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada, den Niederlanden und den USA zusammengestellt wurden. Zusätzlich sind aktuelle Ergebnisse aus der Überarbeitung der offiziellen Giftpflanzenliste der BfR-Kommission „Bewertung von Vergiftungen“ eingeflossen, bei der über 40 000 Vergiftungsfälle mit Pflanzen bei Kindern ausgewertet wurden. Gängige Kulturpflanzen wie die bekannten Obst- und Gemüsesorten sind in der Broschüre nicht berücksichtigt.

Die Broschüre kann für 9,50 Euro (zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro) im aid-Medienshop bestellt werden.