Glossar beginnend mit A

In unserem Glossar finden Sie Begriffe aus den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Das Glossar ist jedoch kein Lexikon. Die Erläuterungen der Begriffe erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind ausschließlich auf den Kontext der Artikel bezogen, in denen sie vorkommen. Sie sollen dem Leser zum besseren Verständnis dienen. Das Glossar wird laufend weiterbearbeitet und ergänzt.

A

Abiotische Faktoren

Als abiotisch werden alle Umweltfaktoren zusammengefasst, an denen Lebewesen wie zum Beispiel Bakterien, Pflanzen oder Pilze nicht erkennbar beteiligt sind. Sie umfassen Klima, Atmosphäre, Wasser, Wärme, Temperatur, Licht, Strömung und viele andere.

Abreifezeit

Die Abreifezeit umfasst beim Getreide die Zeitspanne zwischen der Kornbildung in der Ähre bis zur Totreife, also der Ernte. Während dieser Zeit füllen sich die Körner mit Kohlenhydraten.

Abrisse

Bewurzelte Jungpflanzen. Jungtriebe werden mehrmals im Jahr mit Erde angehäufelt, bis sie im Herbst von der Mutterpflanze getrennt werden.

Abschlegeln

Mit einem Schlegelmähwerk oder auch Schlegelmulcher wird Pflanzenaufwuchs abgeschlagen und gleichzeitig zerkleinert. An einer quer zur Fahrtrichtung rotierenden Welle sind dafür entsprechende Werkzeuge wie zum Beispiel Messer befestigt.

Abschlussspritzung

Der Begriff Abschlussspritzung bezeichnet im Weinbau den Termin für die letzte Pflanzenschutzmaßnahme vor der Lese. Quelle:www.der-winzer.at

Abscisinsäure (ABA)

Die Abscisinsäure (engl. abscisic acid, ABA ) ist ein Pflanzen- oder Phytohormon, das viele physiologische Vorgänge in der Pflanze wie Wachstum, Alterung und Reife beeinflusst. Die ABA spielt auch bei der Anpassung der Pflanze an sich ändernde Umweltbedingungen eine wichtige Rolle.

Absenker

Sprosse von Pflanzen, die in einiger Entfernung von der Wurzel der Pflanze neue Wurzeln bilden.

Acceptable Daily Intake (ADI)

Der ADI-Wert bezeichnet die Dosis einer Substanz, die bei lebenslanger täglicher Aufnahme als medizinisch unbedenklich gilt. Der ADI-Wert wird üblicherweise in mg/kg Körpermasse ausgedrückt.

Adsorption

Als Adsorption bezeichnet man die Anlagerung von Atomen oder Molekülen von Flüssigkeiten oder Gasen an eine feste Oberfläche. Quelle Chemie.de

Adulte

Erwachsene, geschlechtsreife Lebewesen

Afterraupen

Afterraupen sind Larven von Blattwespen. Sie unterscheiden sich von den Schmetterlingsraupen durch ihre sechs bis acht Hinterleibsbeinpaare. Bei Schmetterlingsraupen kommen in der Regel nicht mehr als vier Hinterleibsbeinpaare vor.

Agrobiodiversität

Die Agrobiodiversität umfasst alle Bestandteile der biologischen Vielfalt, die für Ernährung und Landwirtschaft von Bedeutung sind. Dazu gehören sowohl Wild - und Zuchtformen landwirtschaftlich genutzter Tier- und Pflanzenarten als auch die Begleit-Flora und Fauna der landwirtschaftlichen Produktion in der Kulturlandschaft.

Akarizid

Akarizide sind Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Spinnentieren wie Milben und Zecken. Sie werden vor allem im Gemüse-, Zierpflanzen-, Obst- und Weinbau gegen Spinnmilben eingesetzt.

Alkaloide

Alkaloide sind stickstoffhaltige, meist alkalisch reagierende Verbindungen, die in Pflanzen, seltener in Pilzen und Tieren zum Beispiel zur Selbstverteidigung gegen Fressfeinde vorkommen. Sie haben häufig stark ausgeprägte Wirkungen auf den Säugetierorganismus. Sie finden deshalb in Arzneimitteln, aber auch als Drogen Verwendung. Einige Alkaloide können stark giftig wirken.

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. In Proteinen kommen 20 verschiedene Aminosäuren vor. Acht davon sind für den Menschen essentziell, das heißt, er muss sie mit der Nahrung in ausreichender Menge zu sich nehmen. Die übrigen kann der Körper selbst oder über Mikroorganismen im Magen-Darmtrakt herstellen.

Ampferstecher

Der Ampferstecher ist ein Gerät zur mechanischen Unkrautbekämpfung.

Amylose

Amylose ist ein Speicherstoff von Pflanzen und kommt zum Beispiel zu 20 % in der Kartoffelstärke vor. Amylose besteht aus langen und unverzweigten Glucose (Zucker)-ketten. Amylosereiche Stärken werden für die Herstellung elastischer Kunststoffe verwendet.

Apiciusküche

Das älteste überlieferte Römische Kochbuch „de re coquinaria“ – „Über die Kochkunst“ geht auf Caelius Apicius zurück.

Atmungsverluste

Atmungsverluste sind Masseverluste, die durch Stoffwechselvorgänge in den Zellen entstehen. Die Körner benötigen dafür Energie und bauen ihre Reservestoffe nach und nach ab. Die Folge: sie schrumpfen. Die Zellatmung lässt sich durch Kühlen oder Erhöhen des Kohlendioxydanteils der Luft verlangsamen.

Auflaufen

Mit Auflaufen wird das Durchstoßen der Bodenoberfläche bei der Keimung eines Samenkorns bezeichnet. Wenn das erste Blatt sichtbar ist, ist der Keimling zum Sämling geworden.

Ausfallgetreide

Getreidekörner, die nach der Ernte auf dem Feld verbleiben und wieder auskeimen.