Pflanzenschutzmittel sind Substanzen, die Landwirte, Obst- und
Gemüsebauern, aber auch viele Kleingärtner zum Schutz der
Kulturpflanzen einsetzen. Das erste organisch-synthetische
Pflanzenschutzmittel wurde bereits 1892 entwickelt. Der
Durchbruch der Technologie erfolgte dann in der zweiten Hälfte
des vergangenen Jahrhunderts.
Pflanzenschutzmittel werden entsprechend den
Anwendungsbereichen im Wesentlichen in drei Gruppen eingeteilt:
Herbizide zur Kontrolle der Unkräuter, Fungizide gegen
Pilzkrankheiten und Insektizide. In der öffentlichen Diskussion
wird häufig der aus dem englischen Sprachraum stammende Begriff
Pestizide benutzt.
Deutschland spielt für den chemischen Pflanzenschutz eine
herausragende Rolle. Hier - und in der benachbarten Schweiz -
liegt das globale Kompetenzzentrum dieser Industrie.
Im Industrieverband Agrar sind
37 Hersteller von Pflanzenschutz- und
Schädlingsbekämpfungsmitteln zusammengeschlossen (Stand: Januar 2009).
Die von ihnen entwickelten Produkte und Verfahren kommen
weltweit in der Landwirtschaft zum Einsatz. Als zusätzliches
Element des Pflanzenschutzes gewinnt die
Grüne Gentechnik an Bedeutung - bislang jedoch nur
außerhalb Europas.
Steigende Kosten für die Erforschung und Entwicklung neuer
Pflanzenschutzmittel haben dazu geführt, dass heute weltweit nur
noch sechs Unternehmen auf diesem Gebiet tätig sind. Auf diese
Hersteller entfallen über 80 Prozent des globalen Umsatzes mit
Pflanzenschutzmitteln. Zwei der sechs forschenden Unternehmen
haben ihren Hauptsitz in Deutschland.