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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

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EU-Düngeprodukte-Verordnung 2019/1009

Die neue europäische Düngeprodukte-Verordnung (EU) 2019/1009 vom 16. Juli 2019 befand sich in einer dreijährigen Implementierungsphase. Am 16. Juli 2022 tritt sie nun vollständig in Kraft und wird die derzeit geltende Düngemittelverordnung (EG) 2003/2003 ersetzen. Dadurch wird der Markt für Düngeprodukte auf europäischer Ebene stärker als bisher harmonisiert und der Regelungsbereich auf weitere Produktgruppen ausgeweitet.

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Agra-Europe · AgE-Ticker:
: Berninger mahnt zu Offenheit für Gentechnik und Pflanzenschutz
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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23.09.2022 - 14:47
: Berninger mahnt zu Offenheit für Gentechnik und Pflanzenschutz

BERLIN. Zur Offenheit gegenüber der Gentechnik sowie gezielten Lösungen im Pflanzenschutz mahnt Matthias Berninger, Leiter des Bereichs Öffentlichkeit und Nachhaltigkeit bei der Bayer AG, in Reaktion auf die sich global zuspitzende Wasserkrise an. „70 % der weltweiten Frischwasserreserven werden im Agrarsektor verbraucht“, erklärt der Bayer-Manager im aktuellen AGRA-Standpunkt. Die Landwirtschaft sei daher in besonderer Weise von den „schwindenden Wasserressourcen“ betroffen. Sie trage umgekehrt jedoch auch eine besondere Verantwortung bei der Bekämpfung der Wasserkrise. Berninger gibt zu bedenken, dass die Landwirtschaft aufgrund der sich verschlechternden weltweiten Ernährungssituation und zunehmender Trockenheit nicht umhinkomme, die „immer knapperen Wasserressourcen effektiver zu nutzen“.

Technische und züchterische Innovationen müssten dabei eine zentrale Rolle spielen, so Berninger. Innovatives Saatgut, das durch Genome Editing an lokale Verhältnisse angepasst und widerstandsfähiger gegen Überschwemmungen und Dürren sei, sei vielversprechend. Hierbei fehle es jedoch auf europäischer Ebene an „regulatorischen Rahmen und Rechtssicherheit“, beklagt der frühere Grünen-Politiker. Außerdem müsse verstärkt auf eine wassersparende Feldbewirtschaftung mit reduzierter Bodenbearbeitung, dem Anbau von Zwischenfrüchten und Humusaufbau umgestellt werden.

„Biologischer und chemischer Pflanzenschutz werden deshalb wichtig bleiben, um Erträge und Qualitäten trotz Klimawandel abzusichern“, betonte Berninger. Pflanzenschutz sichere je nach Kultur und Region 30 % bis 50 % des Ertrages ab und wirke so Landnutzungsveränderungen in schützenswerten Naturräumen entgegen. Bayer entwickle Pflanzenschutzmittel daher „permanent weiter“ und wolle deren Umweltauswirkungen bis 2030 um 30 % reduzieren. Der Bayer-Manager verweist auf die im März 2023 stattfindende Wasserkonferenz der Vereinten Nationen und fordert einen „kollektiven Kraftakt“ von Industrie, Politik und Einzelhaushalten, um die „vielschichtige Wasserkrise auf allen Ebenen“ anzugehen. AgE

: Bauernverband fordert grundlegende Überarbeitung
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23.09.2022 - 13:46
: Bauernverband fordert grundlegende Überarbeitung

BERLIN. Die Kritik aus dem landwirtschaftlichen Berufsstand am EU-Pflanzenschutzpaket reißt nicht ab. Anlässlich des EU-Agrarrats am kommenden Montag hat der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, erneut eine grundlegende Überarbeitung der geplanten Regelungen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (SUR) angemahnt. Krüsken kritisierte das Paket der EU-Kommission aus SUR und Nature Restauration Law heute in Berlin als „die umfangreichste Landgrabbing-Aktion der zurückliegenden Jahrzehnte“. Die vorgeschlagenen Regelungen hätten seiner Einschätzung nach letztlich nur den Export der landwirtschaftlichen Erzeugung zur Folge, sollten sie so umgesetzt werden. „Die vorgelegte Folgenabschätzung ist unvollständig und belegt einmal mehr, dass die Kommission weiterhin Antworten zu den Folgen der Vorschläge schuldig bleibt, erklärte Krüsken. Notwendig sei stattdessen die Rückkehr zur fachlichen Diskussion auf einer soliden Datenbasis.

Der DBV-Generalsekretär verwies zudem auf die drastischen Auswirkungen des Brüsseler Entwurfs einer neuen Richtlinie für den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. So stünden viele Gemüse,- Obst,- und Weinbaubetriebe in den sogenannten sensiblen Gebieten vor dem wirtschaftlichen Ruin, sollten die Pläne realisiert werden. Auch der Anbau von Kartoffeln würde praktisch unmöglich werden. „Die Vorschläge schießen weit über das Ziel hinaus“, warnte Krüsken. Bezeichnend dafür sei, dass selbst viele Biobetriebe mit massiven Einschränkungen bei Ertrag und Qualität rechnen müssten.

In dieser Woche hatten sich bereits 13 Verbände aus Niedersachsen in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen gewandt und ihre Sorge über die Auswirkungen des Pflanzenschutzpakets zum Ausdruck gebracht. Die Pläne machten alle bisherigen kooperativen Bemühungen für eine nachhaltige Landwirtschaft wie etwa den des „Niedersächsischen Weges“ oder der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) zunichte, heißt es in dem Schreiben. AgE

: Özdemir: Landwirtschaft und Naturschutz bestmöglich verbinden
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23.09.2022 - 11:46
: Özdemir: Landwirtschaft und Naturschutz bestmöglich verbinden

STUTTGART. Als „Erfolgsgarant“ sieht Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir den im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg vereinbarten und nun anlaufenden „Strategiedialog Landwirtschaft“. „Klimakrise, Artensterben und auf der anderen Seite die Folgen des verbrecherischen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine zeigen: Die Landwirtschaft hat lange Zeit nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient“, sagte Özdemir heute in Stuttgart zum Auftakt des Dialogprozesses. „Wir brauchen kluge Kompromisse und dürfen keine Zeit mehr verlieren“, gab der Minister den Beteiligten mit auf den Weg. Es gelte, die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu behalten und Lösungen auf einer breiten gesellschaftlichen, berufsständischen und politischen Basis zu finden.

Der Ressortchef sieht allerdings ein Umsetzungsproblem. Mit den Ergebnissen der gesellschaftlich breit besetzten Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) und der Borchert-Kommission lägen bereits Ideen für eine nachhaltigere Landwirtschaft auf dem Tisch, und der Dialog in Baden-Württemberg werde ganz konkret und vor Ort Ergebnisse bringen. „Aber wir müssen uns auch gemeinsam an die Umsetzung der vielen guten Ideen machen, um Landwirtschaft und Naturschutz bestmöglich miteinander zu verbinden“, so der Appell der Ministers.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich überzeugt, dass die kontinuierliche Zusammenarbeit in dem Dialogformat Lösungen bringen werde, die der Komplexität der Fragen gerecht werden. Die Landwirtschaft ist für Kretschmann „ein echtes Pfund im Land“. Es sei gut, wenn in Baden-Württemberg regional und ressourcenschonend produziert werde. Die aktuellen Krisen zeigten, dass auch bei der Ernährung Abhängigkeiten abgebaut werden müssten und eigene Wertschöpfungsketten bei den wichtigsten Produkten notwendig seien. „Wir können es uns nicht leisten, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb nach dem anderen aufgeben muss“, so der Ministerpräsident.

Der Stuttgarter Landwirtschaftsminister Peter Hauk sieht die Erhaltung der Attraktivität des landwirtschaftlichen Berufs auch für kommende Genrationen als wichtige Aufgabe. „Ich erhoffe mir vom Strategiedialog gemeinsam erarbeitete, zukunftsweisende Impulse für die Weiterentwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter angemessener Berücksichtigung der Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Betriebe“ so der CDU-Politiker. Wenn der Strategiedialog dazu führe, dass die Gesellschaft sich wieder bewusstmache, welch wichtige Bedeutung der Landwirtschaft für Mensch und Natur zukomme, sei das ein großer Schritt in die richtige Richtung. AgE

: Gartenbauer üben scharfe Kritik an Bundesratsentscheidung
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23.09.2022 - 10:32
: Gartenbauer üben scharfe Kritik an Bundesratsentscheidung

BERLIN. Mit großem Unverständnis hat der Zentralverband Gartenbau (ZVG) auf die Bundesratsentscheidung zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) reagiert. „Die Entscheidung schwächt die Position von Holz bei der Umstellung der Energieträger“, erklärte der stellvertretende ZVG-Generalsekretär Dr. Hans Joachim Brinkjans gestern in Berlin. Die Auswirkungen der Länderkammerentscheidung für den Gartenbau seien noch nicht abzuschätzen.

Brinkjans forderte von der Politik klare Antworten, wie die Umstellung auf erneuerbare Energien nun ausgestaltet werden solle. In den nachgeordneten Regelungen zum BEHG müsse Holz weiterhin ausgenommen werden.

Der federführende Wirtschaftsausschuss im Bundesrat hatte sich dafür ausgesprochen, Waren der Positionen 4401 und 4401 der Kombinierten Nomenklatur und damit insbesondere Brennholz vom Anwendungsbereich des BEHG auszunehmen. Dafür fand sich bei der Abstimmung am vergangenen Freitag allerdings keine Mehrheit. Der ZVG hatte im Vorfeld für die Annahme der Wirtschaftsausschuss Empfehlung geworben. Er fürchtet eine Verteuerung des klimaneutralen Energieträgers Holz und eine investitionshemmende Wirkung. AgE

: CDU/CSU und FDP gegen pauschale Pflanzenschutzverbote
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22.09.2022 - 16:01
: CDU/CSU und FDP gegen pauschale Pflanzenschutzverbote

BERLIN. Gegen pauschale Pflanzenschutzmittelverbote spricht sich die CDUCSU-Bundestagsfraktion in einem Antrag zum Brüsseler Vorschlag für eine europäische Pflanzenschutzverordnung aus. Der Antrag wird heute in den Bundestag eingebracht und nach kurzer Aussprache im Plenum zur weiteren Beratung in den Ausschüsse überwiesen. Unterstützung erhielt die Union im Vorfeld aus den Reihen der FDP.

Bei Vorschriften zur Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln müsse Bedarfsgerechtigkeit und Effizienz im Vordergrund stehen und nicht die pauschale Reduktion, heißt es in dem Antrag. Grundsätzlich müsse bei der „Erreichung umweltpolitischer Ziele in der Landwirtschaft und gleichzeitiger Sicherstellung der ernährungspolitischen Souveränität in der EU“ die Anwendung von Ordnungsrecht „maßvoll und praxistauglich“ sein.

Der agrarpolitische Sprecher der Fraktion, Albert Stegemann, warf Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vor, er tauche in der wichtigen Frage des künftigen Pflanzenschutzmitteleinsatz ab. Die Bundesregierung sei aufgefordert, unverzüglich in Brüssel aktiv zu werden und sich für eine umfassende Änderung des EU-Verordnungsentwurfs einzusetzen. „Jedes weitere Abwarten der Ampel führt dazu, dass die EU-Pläne unverändert umgesetzt werden“, warnte Stegemann.

Nach den Worten von CSU-Kollegen Artur Auernhammer werden die pauschalen Verbote der Wirklichkeit auf den Feldern nicht gerecht. Stattdessen gefährdeten sie in Deutschland und EU-weit die Fähigkeit, sich aus eigener Produktion ernähren zu können. Die Union befürworte uneingeschränkt eine fachlich sinnvolle Reduzierung der eingesetzten Pflanzenschutzmittel. Damit habe der aktuelle Verordnungsentwurf der EU-Kommission jedoch nichts zu tun.

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Gero Hocker, nannte die geplante pauschale Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes um 50 % sowie ein Komplettverbot in  Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebieten „grundsätzlich falsch“. „Insbesondere in Zeiten eines Krieges in Europa hat die Nahrungsmittelversorgung Vorrang“, so Hocker. Landwirte müssten den Pflanzenschutzmitteleinsatz entsprechend der herrschenden Bedingungen wie Wetter und Schädlingsdruck gemäß guter fachlicher Praxis planen können. Pauschale Verbote wären dem FDP-Politiker zufolge nach den Einschränkungen durch die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung ein weiterer Vertrauensbruch für die Landwirte und Eigentümer in den FFH-Gebieten, denen eine uneingeschränkte Bewirtschaftung ihrer Flächen immer zugesichert worden sei. AgE

: Wendorff: Potential der Landwirtschaft auch als Energieerzeuger fördern
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22.09.2022 - 15:17
: Wendorff: Potential der Landwirtschaft auch als Energieerzeuger fördern

TELTOW. Scharfe Kritik an der Energiepolitik, insbesondere in Sachen Biogas, hat der Präsident des Landesbauernverbandes (LBV) Brandenburg, Henrik Wendorff, vor dem Hintergrund des drohenden Gasmangels geübt. „Während hohe Energiekosten in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft die Betriebskostenkalkulationen aushebeln, wartet die Landwirtschaft noch darauf, als Erzeuger regenerativer Energien ernstgenommen zu werden“, beklagte Wendorff heute in Teltow. Stattdessen spreche ein Bundeslandwirtschaftsministerium in ermüdender Regelmäßigkeit den Text von einem längst überholten Sprechzettel: „Teller statt Tank“. 

Eine Teller-oder-Tank-Debatte sei nur rhetorischer Lärm, in dem sich überflüssigerweise an ökologisch sinnvollen Stoffkreisläufen in der Tier- und Energiewirtschaft abgearbeitet werde, so der LBV-Präsident. Die vielen Möglichkeiten der nachhaltigen Energieerzeugung vom Acker würden jedoch verkannt. So verpuffe das Potential bestehender Biogasanlagen auch älteren Baujahrs in Brandenburg sträflich. Unterhaltung, Instandsetzung und Investitionen in eine Modernisierung der Anlagen wie Abdeckungen und Lagerräume stellten die landwirtschaftlichen Unternehmer vor große Herausforderungen.

Für viele Anlagen laufe die für 20 Jahre angesetzte Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus, stellte Wendorff fest. Reinvestitionen in eine Modernisierung der Anlagen lohnten sich für die Betriebe jedoch nur bei einer langfristig bestehenden Perspektive, die auf dem Hof erzeugte Energie ins Wärme- und Stromnetz der Kommune einspeisen oder auch in Technologien für die Aufbereitung zu Biomethan investieren zu können. Hierfür brauche es jedoch ein grundsätzliches Bekenntnis der politischen Entscheidungsträger zur Energiegewinnung aus Biomasse in der Landwirtschaft.

Für große Unruhe sorgt dem LBV-Präsidenten zufolge außerdem der aktuelle Plan der EU einer Übergewinnsteuer, die alle Einnahmen von Stromerzeugern oberhalb von 18 Cent pro Kilowattstunde Strom abschöpfen würde. Auch die Landwirte würden bei 18 Cent abgeschöpft, auch wenn sie nicht in erster Linie gemeint seien. LBV-Vizepräsident Heiko Terno gab ergänzend zu bedenken, dass es ohnehin schwer sei, mit den kleinen Biogasanlagen Gewinne zu erzielen. „Wenn ich keinen Gewinn mehr erzielen kann, werde ich die Anlage abschalten; der Motor ist eh fast hinüber“, so Terno. AgE

: Von Elverfeldt: Klimaschutz muss sich auch lohnen
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22.09.2022 - 13:06
: Von Elverfeldt: Klimaschutz muss sich auch lohnen

BERLIN. Falsche Weichenstellungen in der Klimapolitik der Europäischen Union hat der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, kritisiert. Dies gelte für eine Reihe politischer Vorhaben im Rahmen des Green Deals. „Sie alle zielen auf eine Extensivierung der Bewirtschaftung in der Land- und Forstwirtschaft, auf ein zunehmendes „Sich-Selbst-Überlassen“ der Natur und damit auf geringere Getreideernten und Holzeinschläge in Europa“, beklagte von Elverfeldt beim sogenannten „CO2-Gipfel“ seines Verbandes diese Woche in Berlin. „Diesen Weg können wir uns mit Blick auf die Nahrungsmittel- und Rohstoffproduktion aber gar nicht leisten. Hier muss dringend politisch gegengesteuert werden“, mahnte der Verbandsvorsitzende.

„Wir dürfen Klimaschutz nicht nur national oder europäisch denken, sondern müssen endlich anfangen, global zu agieren“, forderte von Elverfeldt. Vor diesem Hintergrund sei es besser, nachhaltig auf guten Standorten in Deutschland und Europa zu produzieren, als die Produktion zu verlagern, mehr Güter zu importieren und Emissionen damit lediglich zu verlagern.

Gleichzeitig dürfe der Dialog mit den Eigentümern und Bewirtschaftern vor Ort nicht vernachlässigt werden: „Klimaschutz darf nicht nur top-down umgesetzt werden, sondern braucht auch die Best-Practice-Beispiele aus den Regionen“, so der Land- und Forstwirt. Schließlich müsse sich Klimaschutz am Ende des Tages für die Land- und Forstwirte auch lohnen. „Dafür bedarf es konkreter Geschäftsmodelle.“ An dem Kongress unter dem Motto „Landwirt, Forstwirt - und jetzt Klimawirt?“ nahmen rund 150 Vertreter aus Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik teil. AgE

: Rohstoffverfügbarkeit für Ernährungsindustrie größte Herausforderung
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22.09.2022 - 12:10
: Rohstoffverfügbarkeit für Ernährungsindustrie größte Herausforderung

BERLIN. Viele Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie sehen in der Verfügbarkeit von Rohstoffen zukünftig die größte Herausforderung. Darauf hat die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hingewiesen. „Angesichts globaler Risiken löst eine regionale Beschaffung das Problem nur zum Teil. Wir müssen alles daransetzen, dass internationale Lieferketten krisenfest gemacht werden“, erklärte BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff heute in Berlin anlässlich der Vorstellung einer neue Studie der AFC Risk & Crisis Consult (AFC). Darin wurde untersucht, wie sich die Unternehmen der Branche auf die Herausforderungen in komplexen und unzuverlässig gewordenen Lieferketten vorbereiten.

Die BVE wies darauf hin, dass in diese Zeit krisengeschüttelter Lieferketten ab 2023 das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) falle. Dieses Gesetz verpflichte Unternehmen zur Einhaltung und Dokumentation sozialer und umweltbezogener Sorgfaltspflichten entlang aller ihrer Lieferketten. Laut Studie hätten sich 65 % der Unternehmen auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz vorbereitet oder Maßnahmen auf den Weg gebracht; 22 % fühlen sich gut vorbereitet. Allerdings fielen nicht alle befragten Unternehmen in den Geltungsbereich des LkSG, so dass noch nicht bei allen konkrete Maßnahmenpläne vorlägen und alle Zuständigkeiten geklärt seien.

Die Maßnahmen zur Risikoerfassung sind laut BVE in der Ernährungsindustrie vielfach stärker ausgeprägt als die wichtige Einordung der Risiken. Daher sei es auch verständlich, dass der Wunsch nach einer staatlichen Unterstützung groß sei. Rund 70 % der befragten Unternehmen wünschten sich Informationsangebote und 34 % staatliche Zertifikate. Zudem würden ausreichende Übergangsfristen bei der Ausweitung auf kleinere Unternehmen, klar formulierte Anforderungen, eine europäische Gesetzgebung sowie eine angemessene Auslegung des LkSG bei mittelbar betroffenen Unternehmen gefordert.

Laut dem Geschäftsführer der AFC Risk & Crisis Consult, Dr. Michael Lendle, zeigen die Studienergebnisse, dass die meisten Unternehmen der Ernährungsbranche laufend ihr Risiko- und Krisenmanagement optimieren, um vor allem die Vorgaben eines gesundheitlichen Verbraucherschutzes zu erfüllen. Deutlich empfindlicher und anfälliger seien viele Unternehmen für die vielfältigen Risikothemen entlang globaler Lieferketten geworden. Nicht zuletzt durch das kommende Lieferkettengesetz würden Unternehmen mit der Erfüllung sozial-ökologischen Compliance vor neue Herausforderungen gestellt, erklärte Lendle. Daher sei es dringend angeraten, die Nachhaltigkeitsrisiken frühzeitig in der Lieferkette zu erkennen und gemeinsam mit Lieferanten wirkungsvoll zu steuern, um eigene Marken und die Unternehmensreputation zu schützen. AgE

: Heinrich fordert mehr natürlichen Wasserrückhalt
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22.09.2022 - 11:06
: Heinrich fordert mehr natürlichen Wasserrückhalt

BERLIN. Ein Neudenken des „Entwässerungsnarrativs“ fordert der geschäftsführende Vorstand des World Wide Fund For Nature (WWF), Christoph Heinrich, im Hinblick auf die sich zuspitzenden weltweiten Wasserkrisen. „Wir müssen das eigene Land neu denken“, so Heinrich diese Woche bei der von der Bayer AG ausgerichteten Podiumsdiskussion zum Thema „Die globale Wasserkrise - Was jetzt getan werden muss“ im Berliner Naturkundemuseum. Die durch den Klimawandel ausgelöste Zunahme von Dürre- und Flutereignissen bedürfe einer konsequenten Mobilisierung des natürlichen Wasserrückhalts in der Landschaft, der durch Entwässerungsmaßnahmen in der Vergangenheit weitgehend verloren worden sei. Dazu zählen laut Heinrich insbesondere Maßnahmen zur Wiedervernässung von Mooren, zur Renaturierung von Fluss- und Auenlandschaften und ein naturnaher Waldumbau.

Auf die Frage, inwieweit umweltbewusstere Konsumenten zu einer Abmilderung der Wasserknappheit beitragen könnten, äußerte Heinrich Kritik an derartigen Apellen. „Der Pro-Kopf-Wasserverbrauch ist in Deutschland bereits auf einem sehr niedrigen Niveau“, so der Umweltschützer. „Wir müssen aufhören, die Verantwortung ständig auf den Normalverbraucher abzuwälzen.“ Stattdessen müsse über die Möglichkeiten der Politik und der Unternehmen geredet werden, auf die Lieferketten Einfluss zu nehmen.

Die Landwirtschaft steht laut Heinrich für insgesamt rund 70 % des weltweiten Wasserbedarfs. Global agierende Agrarkonzerne wie Bayer müssten daher ihrer Verantwortung gerecht werden und angesichts von Pestizid- und Nährstoffeinträgen zur Sicherstellung einer ausreichenden Quantität und Qualität von Wasser beitragen.

Matthias Berninger, Leiter des Bereichs Öffentlichkeit und Nachhaltigkeit bei der Bayer AG, wies dagegen darauf hin, dass es „notwendig sei, einen Konsens darüber zu finden, wie wir auf einer weltweit abnehmenden Agrarfläche eine Weltbevölkerung von 8 Milliarden Menschen ernähren können“. Der gezielte und sparsame Einsatz von Kunstdünger und moderner Pflanzenschutzmittel - auch durch die Zuhilfenahme digitaler Innovationen - sei nicht Teil des Problems, sondern der Lösung. Gleichwohl zeigte Berninger sich offen gegenüber einem Verbot ausgewählter, als besonders umweltschädlich geltender Pestizide. Er mahnte daneben Technologieoffenheit gegenüber modernen gentechnischen Züchtungsmethoden an. Ihm zufolge können durch deren Einsatz der Wasserbedarf, die Nährstoffaufnahmefähigkeit und die Schädlingsresistenz von Kulturpflanzen erheblich gesteigert werden, was letztendlich im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft wäre. AgE

: Kaniber fordert weitere Entlastung für Landwirtschaft und Gartenbau
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21.09.2022 - 16:24
: Kaniber fordert weitere Entlastung für Landwirtschaft und Gartenbau

MÜNCHEN/KLOSTER BANZ. „Entsetzt“ hat sich Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber über die Absage der Bundesregierung an eine Berücksichtigung der Landwirtschaft im Kostendämpfungsprogramm gezeigt. „Die Bundesregierung zeigt der Landwirtschaft wieder mal die kalte Schulter. Wenn sie Landwirtschaft und Gartenbau nicht in das Energiekostendämpfungsprogramm aufnimmt, begeht sie einen fatalen Fehler“, warnte Kaniber heute in München. Die Bundesregierung handele extrem kurzsichtig und sorge bei den Betrieben in Bayern für Bestürzung.

Seien in der Pandemie die Landwirte noch als systemrelevant eingestuft worden, so lasse die Ampelregierung sie jetzt bei der Bewältigung der Energiekrise allein, beklagte Kaniber. Das Wort des Bundeskanzlers „You’ll never walk alone“ gelte wohl für viele, aber nicht für die heimischen Landwirte und Gartenbaubetriebe. „Hier zeigt die Bundesregierung ihr wahres Gesicht gegenüber einer ganzen Branche“, so die Ressortchefin. Dabei ernähre ein einziger Landwirt hierzulande im Mittel 137 Menschen. Aber die Produktionskosten seien auch für die Landwirtschaft enorm angestiegen.

Vor allem der energieintensive Unterglasgartenbau stehe enorm unter Druck, stellte Kaniber fest. Gerade die kleinen und mittleren gärtnerischen Unternehmen stünden an der Grenze ihrer Belastbarkeit. „In der Corona-Krise waren sie noch Partner in der regionalen Versorgung, und nun riskiert die Bundesregierung Betriebsaufgaben und den Verlust der regionalen Selbstversorgung. Das macht mich einfach sprachlos“, so die CSU-Politikerin. Mit dieser Politik werde Deutschland auch bei Lebensmitteln von Importen abhängig und lande am Ende genau da, „wo wir im Energiebereich gerade leidvolle Erfahrungen machen“.

Schon bei der Beurteilung einer möglichen Gasmangellage habe der Bund völlig falsche Schlüsse gezogen, so Kaniber. Dass der Gartenbausektor nur gering betroffen sei, die Bevölkerung mit Obst- und Gemüse ja auch aus dem benachbarten Ausland versorgt werden könne, seien unverständliche Annahmen. „Offensichtlich sieht die Ampelkoalition die Zukunft der deutschen Nahrungsmittelversorgung in einer wachsenden Abhängigkeit von ausländischen Erzeugern, in weiten Lieferwegen und dem Import von Nahrungsmitteln. Sie setzt damit langjährig gewachsene Strukturen leichtfertig aufs Spiel“, warnte Kaniber. Die Familienbetriebe - auch die Ökoerzeuger - und die gerade von den Grünen geforderten regionalen Versorgungsketten seien „plötzlich nichts mehr wert“.

Es müsse aber klar sein: Wenn die Gartenbaubetriebe ihre Gewächshäuser schließen müssten, dann machten sie nie mehr auf. Denn wenn Gewächshäuser im nächsten Winter nicht geheizt werden könnten, drohten Schäden an den Konstruktionen und der Zusammenbruch der gesamten Anbauflächen, so Kaniber. Und davon betroffen wären nicht nur die wärmebedürftigen Kulturen im Gewächshaus, sondern auch der Freilandanbau, denn auch der Salat, der im Frühjahr auf den Feldern wachse, werde vorher in einem Gewächshaus vorgezogen.

Die Ampel müsse deshalb ihren Kurs dringend ändern, forderte die Ministerin. Die Bundesregierung müsse schleunigst bei weiteren Entlastungspaketen auch die Belange der Erzeuger der regionalen Lebensmittel berücksichtigen. AgE

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

Aktuelles aus Magazin und Newsroom

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Magazin
Forschung & Technik
22.09.2022
Von Algen lernen
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Magazin
Umwelt & Verbraucher
20.09.2022
Weizenernte 2022 – Ertrag ist nicht alles
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Pressemitteilung
15.09.2022
Agrarchemie und Agrartechnik bringen Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft gemeinsam voran

Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien, Pflanzenzüchtung und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien, Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich und sind im Bereich Pflanzenzüchtung aktiv.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Pflanzenzüchtung.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!